Drang in die Groß-Städte

Bonn – Der Drang in die Groß-Städte hält in Deutschland bei den 19- 29-Jährigen unvermindert an. In den Altersklassen darüber und darunter gibt es inzwischen jedoch Wanderungsverluste. Das Bonner Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung – BBSR stellt in seiner neuesten statistischen Untersuchung fest, dass die Städte hier Bevölkerungsverluste erleiden, weil die Randlagen der Städte attraktiver geworden sind. Das gilt vor allem für Familien. Nach wie vor sind allerdings nur für wenige die ländlichen Gebiete ausserhalb der Städte als neuer Wohnort anziehend. Die Gründe für einen Wohnortwechsel, so das Institut, sind im übrigen nur teilweise durch die steigenden Miet- und Wohnungspreise in den Ballungszentren zu erklären.

Das BBSR untersucht regelmässig die Wanderungsbewegungen der Bevölkerung. Das liefert wichtige Daten unter anderem für die Wohnungsbau-Planung und für die Stadtentwicklung. Seit einigen Jahren stellt das Institut einen stetigen Anstieg bei der Fertigstellung neuer Wohnungen fest. Das gilt sowohl für den städtischen, als auch den ländlichen Raum. Im Jahr 2016 wurden so insgesamt 83.000 Wohnungen allein in den Deutschen Groß-Städten bezugsfertig, 14% mehr als im Vorjahr.

Mehr zu den Wanderungsbewegungen einschliesslich detaillierter Zahlen gibt es hier.

Mehr zum Wohnungsbau in den Deutschen Groß-Städten gibt es hier.